Amerika 2004


Tag 1
Frankfurt – Detroit – Las Vegas

Sonntag morgens um 5 Uhr aufzustehen ist nicht einmal dann angenehm, wenn man in den Urlaub fliegt. Aber da der einzig freie und vor allem bezahlbare Flug von Frankfurt aus ging, hieß es erst einmal Autobahn fahren statt fliegen.

2 ½ Stunden vor Abflug waren wir dann glücklicherweise auch schon in Frankfurt und die Schlange vor dem Schalter bereits relativ lang. Die nette blonde Dame von Northwest stellte die üblichen dämlichen Fragen (nein ich habe keine Handgranate im Gepäck und Osama hat mit kein Geschenk für Georgie mitgegeben). Mit Bepper auf dem Pass also weiter zum Schalter – alle Plätze reserviert, wir sitzen 5 Reihen auseinander, na bravo. Da man uns am Schalter auf lange Wartezeiten an der Kontrolle hingewiesen hatte, gingen wir bereits 2 Stunden vorher durch die Kontrolle, die eigentlich nicht mal 10 Minuten dauerte. Aber dann ging’s los, denn man musste unser Handgepäck und uns nicht nur einmal durchsuchen, nein sage und schreibe 3 mal. Deutsche Gründlichkeit würde ich das nennen. Kurz vor dem Einchecken konnten wir dann dank einer französisch sprechenden Amerikanerin und einem Kreistausch doch noch 2 Plätze nebeneinander ergattern. Im Flieger hab ich dann wieder für mich festgestellt, dass ich mir gut vorstellen könnte, als Japanerin wiedergeboren zu werden...dann würden meine Knie wenigstens nicht mehr am Vordersitz klemmen und ich hätte keine leicht klaustrophobischen Anwandlungen. Immerhin gab’s das Personal Entertainment System, das zum Hochfahren länger braucht als Windows auf meinem uralten Laptop und sich öfter aufhängt als mein Outlook. 12 Stunden Flug, The Terminal, 20 mal Tetris und 2 h J-Pop später landeten wir mit ausgefüllter grüner Karte in Detroit. Hier beginnt nun das Abenteuer Einreise eines bösen Europäers in das gelobte Land. 4 Kontrollen inklusive Scanner, 2 Fingerabdrücke und ein digitales Bild später kamen wir gerade noch rechtzeitig zu unserem Anschlussflug. Selbstverständlich mussten wir zwischendurch gleich noch den ersten Burger essen und bei Starbucks vorbeischauen.... 

Und noch mal 4 Stunden Flug samt gesprächiger Blondine später endlich Anflug auf Las Vegas, gute Sicht auf den Stratosphere Tower und jippieee....viva Las Vegas. Samt komplettem Gepäck ging es nach der Landung gleich zu Alamo, unseren Mietwagen abholen. Leider gab’s auf dem ganzen Parkplatz keinen einzigen SUV und es dauerte schlappe anderthalb Stunden, bis unsere Plastikschüssel endlich anrollte. Kurz gesagt amerikanisch – groß – viel Plastik – 3 Cup Holder und einfach Chevy. Ein wenig genervt (vor allem von dem saukalten Wind, nichts mit 30 Grad) und ziemlich müde ging es dann zum Luxor Hotel ziemlich weit oben am Strip. Mit ein bisschen Glück haben wir sogar ein Zimmer in der Pyramide bekommen und fuhren mit dem besoffenen Aufzug in den 12. Stock. Mit Aussicht auf das Imax Kino und die vielen kleinen Geschäfte in der Pyramide schleppten wir uns ins Zimmer, wo mich die absolut gigantische Aussicht wieder ein bisschen wacher gemacht hat. Insgesamt kriegt das Luxor von mir gute Noten, nur muss man vom Parkplatz aus erst mal quer durchs Casino um in die Zimmer zu gelangen und man sollte tunlichst nichts vergessen und schon gar nicht zwei Sachen am selben Abend......

Um halbwegs wach zu bleiben sind wir erst mal ins Mandalay Bay spaziert und haben uns die vielen viel zu teuren Läden angeschaut bevor es nach einem Fast Food Essen und einer langen Dusche ins Bett ging.

 

Tag 2
Las Vegas

Las Vegas am Morgen ist wie Las Vegas am Abend, man weiß in den Hotels sowieso nicht, welche Tageszeit gerade ist. Ständig machen die Slot Machines Pling Pling und im Dämmerlicht verzocken die Leute als Urlaubsspaß jede Menge Dollars. Das erste Frühstück in Las Vegas muss natürlich bei Dennys sein, eine riesige Schüssel Haferschleim nicht nur weil ich mit Bacon Strips und Hash Browns am Morgen so wenig anfangen kann wie mit der Schweinshaxe...allein das Gesicht der Bedienung ist die Bestellung wert (häääääh, haben wir so was auf der Karte?). An den Nebentischen sitzen echte Amis (Supersize Me) und draußen zeigt sich die Sonne – Zeit fürs Einkaufen! Der Zug durch das Fashion Outlet und die Fashion Show Mall hinterließ nichts als eine leicht warme Kreditkarte, geglüht hat sie erst in einem der wunderbarsten Läden von ganz Las Vegas: SANRIO!!!! Hello Kitty in allen Farben und Varianten du so viel Zeug, dass ich nicht mehr raus wollte....man musste mich schleifen, aber nicht ohne eine riesige, bunte Tüte (bin eben eine moderne Jägerin).

Der restliche Tag ging recht schnell vorbei, den Strip rauf und runter, im Treasure Island vorbeisehen, über den Markusplatz im Venetian schlendern und Las Vegas bestaunen. Zur Belohnung gab’s dann abends nach einer halben Stunde Schlange stehen Sushi bis zum Umfallen beim Buffet im Bellagio (absolut empfehlenswert, allein schon wegen der Auswahl an Sushi).

Abends im Hotelzimmer kam langsam meine Erinnerung zurück oder sollte ich sagen meine unerschütterlichen Vorurteile? Amis tragen weiße Socken (nein, mal nicht die Deutschen) sind auch ansonsten ziemlich mies angezogen und fressen wie die Scheunendrescher.

 

Tag 3
Las Vegas – Mesquite – St. George - Hurricane

Was macht man schon außer Spielen und 99 Cent Margheritas trinken an einem Urlaubstag in Las Vegas? Genau, einkaufen und zwar schon wieder. Diesmal im Belz Factory Outlet, das inzwischen relativ klein ist und außer diesem faszinierenden Wahlmaschinen nicht wirklich was zu bieten hatte. Diese Wahlmaschinen waren der erste Hinweis auf die bevorstehenden Neuwahlen und bei dem Anblick der durchschnittlichen Wählen war ich ziemlich sicher, wer am 5.November gewinnen würde.

 

An unserem letzten Tag in Vegas mussten wir noch im Aladdin und im Paris vorbeischauen, da die beiden Hotels innen einfach ziemlich schön gemacht sind und sich ein Besuch jedes Mal wieder lohnt. Nach einem letzten Blick auf den Strip ging es dann raus aus Vegas und auf die Suche nach einem Supermarkt um die ersten Sachen fürs Camping einzukaufen. Mit jedem Kilometer, den wir uns von Vegas entfernten wurde das Wetter mieser bis es anfing unendlich zu schütten. Nach relativ kurzem Überlegen wurde daher die erste Übernachtung im extra gekauften neuen (vor allem dichten) Zelt im Valley of Fire gestrichen. Statt dessen überfielen wir einen Supermarkt und suchten uns auf dem Weg Richtung Zion NP ein Motel. Im Nachhinein hätte mir nichts Besseres passieren können, da ich mich mit einem Mordsschädel, Halsweh und gedopt mit amerikanischen Wundermittelchen um 8 ins Bett gelegt hab.

 

Tag 4
Hurricane – St. George – Springdale – Zion NP

Ein Blick aus dem Fenster und das Wetter war genauso gnadenlos mies wie am Tag zuvor, immerhin war mein Kopf halbwegs erträglich, was ich allerdings den Tabeltten zu verdanken hatte. Auf der Suche nach Regenjacken fuhren wir erst mal wieder zurück ins nächste größere Kaff namens St. George, leider nicht groß genug für einen Laden mit Regenjacken. Durch den Regen und mit der Aussicht auf mehr Regen in den nächsten Tagen brachte uns Smudo (jedes Auto muss getauft werden!) nach Springdale und in den Zion NP. Eigentlich hatten wir einiges im Park vor. Zuerst mal wollten wir 2 Tage zelten (immerhin wäre der Zeltplatz leer gewesen) und eventuell in die Narrows wandern, leider waren die Narrows aber wegen starker Überflutungsgefahr gesperrt. Dasselbe galt für den Hidden Canyon, den wir eigentlich auch an einem halben Tag durchwandern wollten. Auch rauf zu Angels Landing, wo ich mir beim letzten Mal einen Sonnenstich geholt hatte konnten wir nicht, wahrscheinlich hätte uns der Regen glatt den Weg runtergespült.

So blieb es bei einem Minimalprogramm und nassen Schuhen, aber immerhin haben wir Wasserfälle gesehen, die vielleicht nur einmal im Jahr bei starkem Regen auftreten. Übernachtet haben wir dann in der Terrace Brook Lodge, dem mit Abstand günstigstem Motel mit Flair – zumindest die Besitzerin ist absolut niedlich mit ihrer selbstgehäkelten Jacke. Auch an diesem Abend war mit mir nicht anzufangen, halb krank und mit kalten Füßen.

 

Tag 5
Zion NP – Mt. Carmel Junction – Hatch – Bryce Canyon - Tropic

 

Ratet mal wie das Wetter war! Richtig es hat geregnet und das Abklappern sämtlicher Supermärkte und Läden war ergebnislos, alle Regencapes ausverkauft. Also wieder die trockenen Sachen übereinander schichten und mit dem Shuttle Bus noch einmal die Runde fahren, die Wasserfälle waren über Nacht noch einmal angewachsen und vor allem die Lower Emerald Pools Wasserfälle ein ziemlich beeindruckend Spektakel. Statt dem sonst üblichen Rinnsal ergossen sich Wassermassen über die Felsvorsprünge und sprühten feinsten Nebel ins Tal. Auch der sonst relativ uninteressante Weeping Rock muss extrem traurig gewesen sein und heulte wie ein Schlosshund. Da unserer Plan im Zion buchstäblich ins Wasser gefallen war machten wir uns frühzeitig über Carmel auf in Richtung Bryce Canyon, immer in der Hoffnung auf besseres Wetter. Hätte ich doch bloß nicht gesagt, ich wer froh wenn’s nicht mehr regnen würde....auf der Fahrt zum Bryce wurde mir mein Wunscherfüllt....statt Regen fiel Schnee und zwar nicht gerade wenig. Entsprechend war auch die Auentemperatur womit sich die Campingpläne im Bryce genauso wie im Zion erledigt hatten. Am Bryce Canyon hatten wir noch nie viel Glück mit dem Wetter aber immerhin hatten wir niemals unter 25 Grad! Diesmal war’s dann doch ein wenig ungemütlicher und selbst die 5 Kleiderschichten übereinander halfen nicht viel gegen die schneidende Kälte. Mit jedem Höhenmeter auf der Parkstraße wurde der Schnee höher und die Flocken tanzten nur so um uns herum.

 

Auf 2.600 m am Farview Point waren wir dann allein auf einem Parkplatz, wo normalerweise das Chaos herrscht. Der Schnee lag 30cm hoch und die Stille gab dem ganzen eine völlig surreale Atmosphäre. Bei jedem Schritt knirschte der Schnee und die Aussicht in den Canyon sah aus wie in einem Geisterfilm. Kurz hinter dem Aussichtspunkt wurde die Straße bereits aufgrund des Wetters gesperrt und wir musste umdrehen und uns für die Nacht ein Motel suchen. Gefunden haben wir dann ein Zimmer in Tropic – mitten in Howdy-Land (benannt nach
 der ortsüblichen Begrüßung).

 

Tag 6
Tropic - Bryce Canyon – Tropic – Escalante – Hole in the Rock – Boulder – Caineville - Hanksville

Howdy How es regnet nicht und man kann einige Fetzen blauen Himmels entdecken. Also kurz mal zurück zum Bryce Canyon und die verschneite Landschaft mit Sonne genießen, was vor allem teperaturmäßig um einiges angenehmer war. Leider war aufgrund des Wetters der Weg in den Canyon sowie restliche Parkstraße noch immer ab Farview Point gesperrt. 

Weiter ging es dann nach Escalante wo kurz hinter der Stadt die Hole in the Rock Road abzweigt. Ausgerüstet mit GPS, Buch und vielen Seiten Ausdruck aus dem Internet wollten wir ein bisschen Slot Canyon klettern gehen. Betonung liegt wohl gemerkt auf wollten denn auch wenn’s am sogenannten Devils Garden noch blauen Himmel gab, zogen die Wolken ziemlich schnell in unsere Richtung. Geschafft haben wir nur einen kurzen Abstecher zum Dry Fork Canyon bevor wir dann aufgrund der Gefahr einen plötzlichen Flut kehrt machen mussten. Statt 2 Tagen Slot Canyons und zelten also ab ins Auto und über die teilweise holprige Straße im gut gefederten Amikarren wieder auf den Highway. Auch die Pläne müssen auf die To Do Liste des nächsten USA-Urlaubs...und der kommt bestimmt denn die Liste ist lang!

Durch öde Landschaft, vorbei an recht nettern Campground wie z.B. Calf Creek ging es über Boulder nach Hanksville. Bereits einige Meilen vor Hanksville kommt man sich vor wie in einer Mondlandschaft, in Kombination mit der untergehenden Sonne und den vielen Wolken sah es gespenstisch aus, vielleicht heißt der einzige Campground dort deswegen Sleepy Hollow.

 

Tag 7

Hanksville – Goblin Valley – Green River – Crecent Junction – Moab – Canyonlands NP Island in the Sky - Moab

Neuer Tag und mal nicht gleich morgens Regen, das nenne ich gutes Wetter. Kurzer Stopp an der Tanke um sich mit Kaffee zu dopen und Weiterfahrt zum Goblin Valley, das eigentlich laut Reiseführer nur über eine Hoppelpiste zu erreichen sei. Tja der Reiseführer ist eben nicht mehr ganz aktuell, die Straße ist ausgebaut und das Goblin Valley inzwischen State Park, kostet also 5$ Eintritt. Im großen und ganzen lohnt sich der Abstecher in jedem Fall, da die kleinen Gnome vor allem vormittags wirklich superschön beleuchtet werden. Um wenigstens mal ein bisschen was draußen zu machen, liefen wir den unglaublich abenteuerlichen Carmel Canyon, immerhin ein kleiner Slot Canyon!

Bis auf Green River an der Kreuzung in Richtung Moab lag ein bisschen Fahrt vor uns bevor wir gegen Nachmittag endlich an der Einfahrt zum Arches NP ankamen. Wie schon befürchtet bekamen wir keinen Platz mehr auf dem Campground und das am ersten Tag mit gutem Wetter! Ausweichcampground gibt es in Moab genügend, wir haben uns für den Sands Flat entschieden. Dieser CG liegt fast genau neben dem berühmten Slick Rock Trail, dem Traum aller Mountainbiker und mein persönlicher Alptraum. Keine zehn Pferde würden mich da hinkriegen, allein vom Zusehen bekam ich nämlich Höhenangst.  Solltet Ihr den Sands Flat je in Moab suchen, bitte nicht nach Schildern Ausschau halten, das ist nämlich nutzlos. Am besten fährt man immer dem Schild Recyling Station nach, dann immer die Straße weiter bis um Eingang des Sands Flat State Park. Um den Tag mit blauem Himmel zu nutzen fuhren wir nachmittags in den Island in the Sky Distrikt des Canyonlands NP, ein absolutes Muss. Die Aussicht auf den Green und Colorado River ist genauso gigantisch wie die Aussicht auf das Plateau unterhalb des Aussichtspunktes. Vor allem bei Offroadern ist  Canyonlands extrem beliebt, immerhin gibt es über 100km Offroad Pisten, die auch von Mountain Bikern befahren werden dürfen. Zurück auf dem Campground widerstanden wir nicht wirklich lange der Kälte und verkrümelten uns schnell in den Schlafsäcken.

 

Tag 8
Moab – Arches NP - Moab

Tja für jeden Tag gutes Wetter muss man büßen, kaum wach ich auf hör ich die Regentropfen aufs Zelt prasseln. Schnell das Zelt abbauen und irgendwie im Auto verstauen ohne das alles pitschnass wird. Mit nassem Zelt, nassen Klamotten und einer ziemlich miesen Laune fuhren wir dann zum Arches Visitor Center um uns die obligatorische Parkkarte zu besorgen. Und siehe da, der Campground war nicht voll und wir hätte theoretisch noch einen Platz auf einem der schönsten Campgrounds im Wester der USA bekommen können. Hier möchte ich noch kurz erwähnen, dass der Campground ganz hinten im Park ist und die Plätze direkt am Eingang vergeben werden. Normalerweise erhält man vorn am Eingang den Umschlag für die Camping Gebühren muss dann schleunigst zum Platz fahren und sich dort aussuchen, wo man campen möchte. Dann schnell die Gebühr eintüten und fertig. In der Regel ist der Platz im Sommer um 7 Uhr morgens voll, nur ab Oktober hat man Chance auch noch Mittags einen der heiß begehrten Plätze zu bekommen.

Trotz dicker Wolken blieb es vorerst trocken, so dass wir uns den am Weg liegenden Balanced Rock in Ruhe ansehen konnten. Beim Umrunden der Windows Section gleich in der Nähe des Balanced Rocks zeigten sich zum ersten Mal an dem Tag die Sonne, was die Farben der Felsen in herrlichste Rottöne verwandelt. Was meiner Meinung nach ein absolutes Muss ist, das ist die Wanderung zum Delicate Arch, bloß nicht die Fahrt zum dazugehörigen Aussichtspunkt. Der Weg führt über Slickrock auf teilweise schmalen Pfaden hinauf zum Wahrzeichen des Arches NP, das man erst nach der letzten Biegung zum ersten Mal erblickt. Umso schöner ist die Aussicht auf die Berge im Hintergrund und den Felsbogen im Vordergrund.

Zusammen mit einiges anderen Touris, zwei Fotografen mit Plüscheisbär und einer Familie Streifenhörnchen haben wir die Aussicht einige Zeit genossen, bevor es zurück zum Parkplatz ging. Nächster Stopp auf Parkstraße war Devils Garden, ein Gebiet mit einigen Felsbögen, an deren Ende der Double Arch liegt. Kurz hinter dem Landscape Arch wir der Weg ein bisschen enger und man muss über einiges Geröll klettern um weiterzukommen.

Spaßig fand ich die Lauferei bis kurz vor den Double Arch (6mi einfach) wo es dann auf einem recht schmalen Felsrücken weiterging...Augen zu und nicht dran denken, dass es rechts und links 5m runtergeht. Der Weg lohnt sich in jedem Fall, die vielen Felsbögen sind genauso sehenswert wie die Landschaft ringsrum, vor allem die vielen knorrigen Kiefern. Vorbei an dem Aussichtspunkt Fiery Furnace fuhren wir dann auf der Parkstraße zurück in Richtung Moab und in Richtung Motel. Campen war mal wieder gestrichen, der Wetterbericht sagte mal wieder Regen voraus.

 

Tag 9
Moab – Canyonlands NP Needles District

Nach einem australischen Pancske Frühstück fuhren wir bei mäßig gutem Wetter (immerhin regnete es nicht ununterbrochen) in Richtung Süden zum Needles District des Canyonlands NP. Um ehrlich zu sein hab ich mir von dem doch recht weiten Abstecher nicht allzu viel versprochen aber ich wurde eines Besseren belehrt. Die Abzweigung führt hinein in ein Tal, das sich langsam wieder verbreitet und die Sicht auf die Needles in der Ferne freigibt. Die dicken Wolken rissen teilweise auf und es kam blauer Himmel zum Vorschein. Der Newspaper Rock ca. 15mi vor der eigentlichen Parkgrenze ist recht nett, aber nicht der absolute Brüller.

 

Genau das Gegenteil kann man vom Campground Squaw Flat sagen, superschöne Stellplätze mit verschwenderisch viel Platz und mindestens einer kleinen Privathöhle. Zum Glück spielte das Wetter mit, so dass wir gemütlich das Zelt aufbauen konnten und uns vom Trailhead Parkplatz aus auf den Weg zum Chesler Park machen konnten. Leider mussten wir den Plan dorthin zu fahren schnell aufgeben, denn nur wer einen wirklich geländetauglichen Wagen hat, fährt die schwierigste Offroad-Strecke Utah’s...mit unserer Plastikschüssel hatten wir einfach keine Chance. Zu Fuß marschierten wir bei Sonnenschein los und ich war mit jedem Schritt begeisterter von der Landschaft der Needles. Die Wege sind mit Steinmännchen gut markiert und führen über Felsen, durch kleine Schluchten und Plateaus. Chesler Park ist ein Plateau mit üppig grüner Vegetation, durch das schmale Trampelpfade führen. Da wir uns für relativ schnelle Hiker hielten beschlossen wir noch weiter bis zum Joint Trail, einer knapp schulterbreiten Schlucht zu laufen. Solltet Ihr jemals im Needles District sein unbedingt zum Joint Trail gehen, es lohnt sich! Gut im Nachhinein betrachtet waren wir einfach zu spät losgelaufen und hatten die Entfernung unterschätzt, so dass wir den Rückweg über die Offroad Piste machen mussten. Es wurde langsam aber sicher dunkel, nach 15mi taten uns die Füße weh und das Laufen über die Piste war schon schwierig, ich frage mich ob man da wirklich mit dem Auto fahren kann. Ziemlich kamen wir nach den Sonnenuntergang wieder am Auto an und machten uns danach einen gemütlichen Abend. Gesondert erwähnen muss ich noch das Waschhaus des Campgrounds, überdurchschnittlich!

 

Tag 10
Canyonlands NP Needles District

 

Ausschlafen....und aufgrund des Sonnenscheins die Entscheidung noch einen Tag und eine Nacht länger hier zu  bleiben. Da man außer Wandern und Offroadpisten fahren nicht viel machen kann (wenn man nicht amerikanisch blöd in der Gegend rumsitzen will) beschlossen wir diesmal den Big Spring Canyon Loop zu laufen. War ziemlich öde die Latscherei, vor allem da die Landschaft nicht wirklich mit den richtigen Needles mithalten kann. Der Canyon an sich ist sandig und bis auf die ersten 2 mi, wo man wenigstens mal seine Höhenangst bekämpfen muss und auch mal ein bisschen klettern darf ist dieser Weg nicht wirklich interessant. Insgesamt ist die Strecke auch ca. 12mi lang...ich würde eher empfehlen Richtung Canyon Overlook zu laufen. Leider hatten wir dazu dann zu wenig Zeit und mussten uns mit den Aussichtspunkten begnügen was auch dank Plastikschüssel nicht ganz geklappt hat. Der Aussichtspunkt Colorado Overlook ist nur über eine 20mi Schotterpiste zu erreichen, von der die ersten 10mi auch ganz ok sind. Danach folgen Abschnitte mit steilen Felspassagen, bei denen wir dann leider kapitulieren mussten. Als kleine Entschädigung gab es einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer.

 

Tag 11
Canyonlands NP Needles District – Moticello – Blanding – National Bridges National Monument – Goosenecks State Park – Mexican Hat – Monument Valley - Kayenta

Zeit Tage am Stück gutes Wetter und an diesem Tag bekamen wir die Revanche – Regentropfen als Wecker. Schnelles Zusammenpacken und Abschied nehmen von den Needles, meinem persönlichen Highlight. Die Fahrt Richtung Monument Valley war relativ ereignislos, wenn man von dem miesen Wetter absieht, an das wir uns aber bereits gewöhnt hatten. Wer den Weg nach Monticello abkürzen will, fährt nicht wieder auf den Highway sondern biegt 10mi nach dem Newspaper Rock rechts ab in Richtung Manti La Salle National Forest, spart ca. 20 mi. Auf der Strecke Richtung Süden bietet sich ein Abstecher zum Natural Bridges National Monument an, 3 vom Fluss in die Felsen gegrabene Brücken, die wirklich sehenswert sind. Bestimmt ist auch die Wanderung durch das Tal lohnenswert, allerdings nur bei gutem Wetter empfehlenswert. Den kurzen Weg zu den Cliff Dwellings kann man sich sparen, von der Straße aus erreicht man sowieso nur einen Overlook du braucht gute Augen und einen ziemlichen Zoom um was erkennen zu können.

 

Auf dem Weg zum Monument Valley hatten wir endlich die Gelegenheit auch einmal am Gooseneck State Park Halt zu machen. Seitdem uns bei unserer zweiten Amerikareise ein Biker davon erzählt hatte, wie schön es dort sei, wollten wir es endlich mal mit eigenen Augen sehen. Uns ich muss zugeben, dass der Kerl echt recht hatte, nur zelten würd ich dort nicht unbedingt gerne, zu 99% wird man nämlich samt Zelt weggeweht. Der Wind am Gooseneck, wo sich der Fluss in die Felsen hineingefressen hat, ist ständig präsent und macht es einem schwierig den Fotoapparat grade zu halten. Auf einer Strecke von 3km legt der Fluss in Schlangenmanier 6km zurück und die Aussicht auf die Mäander ist atemberaubend.

 

Die Wolkendecke war inzwischen noch dicker geworden, so dass die Felsen des Monument Valley in eintöniges grau getaucht waren. Nichtsdestotrotz fuhren wir die Runde durchs Tal und genossen trotz miesen Wetters die schöne Sicht auf die einzelnen Felsen. Nach einem sehnsüchtigen Blick auf den Campground und den Himmel beschlossen wir weiterzufahren und uns in Kayenta auf Motelsuche zu begeben. Dazu zwei Ratschläge: Immer campen wenn Ihr dort in der Nähe seid und immer bei gutem Wetter hinfahren, damit man campen kann. Sonst wird man nämlich viel Geld los, hat dafür aber ein warmes Bett.

An diesem Abend beobachtete wir noch eine totale Mondfinsternis, zumindest sofern der Mond zwischen den Wolken hervorlugte.

 

Tag 12
Kayenta – Tuba City – Cameron – Grand – Williams – Flagstaff – Oak Creek Canyon – Sedona - Flagstaff 

Soll ich’s schreiben oder nicht....Regen! Frühstück halb im Stehen (Continental Breakfast....bleibt unkommentiert) und dazu ein schlecht gemachter Indianerfilm, den man selbstverständlich auch gleich kaufen konnte. Best Western Kayenta – Prädikat wegbleiben. Die Weiterfahrt zum Grand Canyon über Tuba City und Cameron war dann auch sehr interessant, denn kaum hatte ich wieder mal gesagt ich könnte keine Regen mehr sehen war er weg, es schneite dann nämlich wie blöd. Je näher wir dem Desert View Eingang des Grand Canyon NP kamen desto wilder tanzen die Schneeflocken um uns herum. Der eigentlich Eingang war nicht einmal besetzt und wir wunderten uns sehr über die neue Straßenführung, es hatte sich einiges getan seit unserem letzten Besuch. Beim Watchtower ist ein riesiger Parkplatz anleget worden, es gibt einen zusätzlichen Laden und die Einfahrt zu unserem Lieblingsgcampground haben wir nicht mal gefunden. Gut wir wollten sicher nicht campen (geschweige denn aus dem Auto raus) aber ich hätte gerne meiner Sterne-Guck-Bank hallo gesagt. Völlig durchgefroren und mit nassen Schuhen machten wir uns auf den Weg zum Visitor Center und das diesmal ohne stopp an irgendwelchen Aussichtspunkten: Es gab nämlich nichts zu sehen. Sichtweite in den Canyon ca. 20m, Schneegestöber und Sturmböen. Perfektes Wetter für einen schönen Tag am Grand Canyon. Auch am Visitor Center ist gebaut worden, so dass man wir uns absolut nicht mehr zurecht fanden, immerhin konnten wir uns im Laden dort ein bisschen aufwärmen. Aufgrund des Wetters beschlossen wir die 50mi nach Flagstaff zu fahren und uns dort ein Motel zu suchen. Gesagt getan, vorbei an Bedrock City nach Flagstaff, wo wir uns ein Motel in der Lucky Lane suchten (hier gibt es billigere Motels als sonst wo in de Stadt, an den Autolärm und die Güterzüge gewöhnt man sich schnell, alternativ einfach den Heizlüfter anwerfen, das übertönt alles). Da es erst Nachmittag war, machten wir noch einen Abstecher in die Flagstaff Mall (warm) und fuhren dann weiter durch den Oak Creek Canyon nach Sedona. Die wabernden Nebelschwaden machen das Tal nicht weniger schön und ich kann jeden verstehen, der sich dort ein nettes und bescheidenes Häuschen hinbaut. Allerdings ist der ganze Canyon gepflastert mit Häusern, Motels und sonstigem und ist ein beliebtes Wochenendziel für Leute aus der Region. Sedona liegt übrigens ca. 1000 Fuß niedriger als Flagstaff, so dass das Wetter ein wenig angenehmer war und wir endlich wieder im Regen standen. Der erste Eindruck von Sedona war sehr positiv und wir beschlossen am übernächsten Tag einen etwas ausgedehnteren Stopp einzulegen. In der Dunkelheit ging es dann über den Highway (zig Unfälle wegen Glätte) wieder zurück nach Flagstaff.  

Tag 13
Flagstaff – Grand Canyon NP – Williams - Flagstaff

Sonne, man glaubt es kaum. Bei Sonnenschein fuhren wir dann erneut zum Grand Canyon, der uns für die 50 mi Fahrt mit einem atemberaubenden Ausblick belohnte. Leider war es immer noch schweinekalt, so dass wir auch den Plan hineinzulaufen aufgaben....das nächste Mal vielleicht endlich. Was mich völlig verblüfft hat, waren die vielen Leute die unterwegs waren.

 Normalerweise war nicht mal in den Sommermonaten so viel los wie an diesem Tag. Die Tour mit dem Shuttle Bus bis zu Hermits Rest und zurück haben wir natürlich gemacht, allein schon um die verschiedenen Ausblicke auf den Grand Canyon und den Colorado River genießen zu können. Ich war dieses Mal dazugezählt schon 3 Mal am Grand Canyon – bin aber immer noch genauso begeistert wie beim ersten Mal.

Die Rückfahrt nach Flagstaff war wieder relativ langweilig (Strecke über Williams ist schneller, wenn auch nicht kürzer), diesmal versuchten wir unser Motelglück an der Hauptstraße mussten dann aber feststellen, dass die Preise dreimal so hoch waren wir in der Lucky Lane und testeten einfach noch ein Hotel dort. Abends gab’s dann Sushi aus dem Supermarkt und einen genauso lauten Heizlüfter.

 

Tag 14

Flagstaff – Oak Creek Canyon – Sedona – Cottonwood – Camp Verde

Schon wieder Sonne, richtig unheimlich. Weiter Richtung Süden und Sedona, wieder durch den Oak Creek Canyon, der bei gutem Wetter noch schönes ist als bei Nebel. Die roten Felsen sind mit grünen Bäumen bewachsen, die beide einen herrlichen Kontrast bilden. Rechts und links der Straße stehen wie schon gesagt Blockhäuser en masse und da wir freitags unterwegs waren, kamen die ersten Wochenendtouris ins Tal geströmt. Zu erwähnen ist der sogenannte Red Rock Pass den man kaufen muss (überall stehen kleine Automaten), damit man überhaupt irgendwo im Park parken darf. Es lohnt sich aber in jedem Fall die 5$ zu investieren und auch mal ein bisschen in die Canyons reinzulaufen oder auch auf den ein oder andern Berg zu klettern. Wir haben uns dazu entschieden an der Midgley Bridge zu parken und den Weg in den Wilson Creek zu laufen. Endlich gab’s wieder frische Luft und blauen Himmel, dazu noch Bewegung und Natur. Die Aussicht vom hinteren Teil des Creeks ins Tal und bis nach Sedona ist herrlich und macht es schon verständlich, wieso so viele Leute hier wohnen wollen.  

Was sicht übrigens nicht lohnt ist ein Abstecher zum Slide Rock State Park bestehend aus Apfelbäumen und drei Pools....überwältigend langweilig und dazu nicht mal umsonst.

Sedona, ja das Kaff sah auf den ersten Blick besser aus als auf den zweiten. Die zahlreichen Läden bieten Cowboyhüte, Cowboystiefel und furchtbare hässlich T-Shirts an, abgesehen davon gibt es noch eine Chocolate Factory, bei man sich dann in die passenden Westernklamotten in amerikanischen Größen futtern kann. Die Gebäude der Stadt sind alle in Erdfarben gehalten und selbst das McDonalds M ist nicht gelb sondern terrakottafarben. Mehr kann ich nicht zu Sedona sagen, der erste Eindruck täuscht eben doch. Der vielbeschrieben Red Rock Canyon, das ist auch ein kleiner Witz denn der Canyon besteht aus einer Loop Road die von der Straße abzweigt und wieder auf dieselbe einmündet. Vorbei an Wohnhäusern geht es auf einer Schotterpiste ein bisschen durch die Pampa und man hat eine nette Aussicht auf das Tal, in das Sedona eingebettet ist, das war’s aber auch schon.

In der Nähe liegt der Dead Horse State Park, auf dem wir geplant hatten zu übernachten. Das ließen wir dann aber angesichts der Wucherpreise und der wirklich abartig hässlichen Stellplätze lieber sein und gondelten weiter zu einem Campground namens Clear Creek, der in der Nähe von Camp Verde zu finden sein soll. Dank der super Ausschilderung landeten wir aber nach einmal Verfahren und 20mi Schotterpiste kurz vor Sonnenuntergang auf dem Beaver Creek Campground, rund 20 mi nördlich von Camp Verde und nur 3mi vom Highway entfernt. Wir hatten Glück hier noch einen Platz zu ergattern, da der Campground zum Einzugsgebiet von Sedona gehört und entsprechen freitags voll wird. Die Kälte war schneidend und selbst die gegrillten Marshmallows konnten mich nicht davon abhalten, früh in meinen Schlafsack zu schlüpfen. Übrigens gibt es auf dem Campground Stinktiere, die so richtig nett aussehen und bereits an diesem Abend ihr Unwesen treiben sollten.....

 

Tag 15
Camp Verde – Phoenix – Tempe – Apache Junction – Tortilla Flat – Burnt Corral

Kein Regen! Und beim Frühstück stellten wir fest, dass sich so ein Stinktier am vorherigen Abend an unserem Brot zu schaffen gemacht hatte. Das Brot lag die ganze Zeit über im Auto aber wir hatten die Heckklappe offen stehen lassen, was in Stinktierkreisen wohl als Einladung interpretiert wird. Glücklicherweise scheint das Brot aber geschmeckt zu haben und Skunkie hinterließ keine Duftspur, nur Brotkrümel im ganzen Kofferraum.  

Nach der sehr kurzen Fahrt auf den Highway ging es weiter Richtung Süden mit Ziel Phoenix. Rechts und link der Straße tauchten immer wieder riesige RV-Parks auf, die den Rentnern scheinbar unheimlich gefallen. 30cm Abstand zum Nachbarn, ständiger Straßenlärm und nichts als Wüste, so sieht wohl der amerikanische Rentnertraum aus. Je näher man Phoenix kommt desto größer werden die RV-Parks und desto mehr Palmen stehen zwischen den Trailern, aber richtig schön ists da trtzdem nicht. Scheinbar ist es aber in der Rente essentiell wichtig, immer viel mit den Nachbarn smalltalken zu können und den Altersschnitt nicht unter 65 zu senken....das geht eben in solchen kleinen Enklaven perfekt.

Vor Phoenix in? liegt nur einen kleinen Abstecher vom Highway entfernt Arcosanti. So genau sagen was es denn eigentlich ist kann ich beim besten Willen auch nicht. Ich würde es als ehemalig utopisch angehauchtes Wohnexperiment mit Kommunencharakter beschreiben. Geplant wurde der Wohnkomplex mit eigener Bäckerei und Cafeteria von dem Architekten Soleri, der auch sonst ein wenig abgedrehte Entwürfe in der Arcosanti Gallerie ausstellt. Im Prinzip mag ich so ein bisschen Science Fiction durchaus, nur der Hippie Charakter ist einfach nicht mein Ding und dann noch ein guter Schuss Esoterik.... Geld macht Arcosanti nicht nur mit dem Verkauf von Büchern sondern vor allem mit den Soleri Bells, die außer teuer aussehen wir überdimensionale japanische Windglocken. Vermutlich verbessen die Soleri Bells aber das Wohnklima und tragen zum Weltfrieden bei. Sehr verlockend fand ich aber auch das Angebot für Soleri Himself nackt Modell zu stehen, immerhin bekommt man selbst eine Skizze umsonst und die Familie auf eine andere Skizze des Modells 3 Jahre lang 25% Rabatt....aber nach 10 Minuten hab ich mich dann doch dagegen entschieden.

 

Wieder auf den Highway und weiter Richtung Phoenix, der Stadt des ewigen Sonnenscheins und des Einkaufens, darum noch ein schneller Abstecher in die Anthem Outlet Center. Der Weg quer durch Phoenix war nicht aufregend und auch Donwtown hatte keinerlei Anziehungskraft, so dass wir auf der 60 Ost gleich wieder ausgefahren sind. Was allerdings an Phoenix mehr als herrlich ist sind die plötzlich an der Straße auftauchenden Kakteen, Saguaros wohin man schaut.

Tagesziel war irgendein Campground Richtung Apache Junction, der Weg dorthin sah auf der Karte gut zubewältigen aus, so dass wir planmäßig noch den Nachmittag und Abend auf dem Campground relaxen wollten. Tja, leider zeigen Straßenkarten kein 3D Profil von Straßen und auch der Straßenbelag wird nicht aufgelistet. Die Straße schlängelt sich erst langsam aber dann immer irrer in die Berge hinauf, die Kurven werden enger und nach dem ersten Stausee hört auch die Asphaltierung ziemlich abrupt auf. Danach gibt es mehrere Passagen mit nur einer Spur und was man hochfährt, fährt man auch Meter für Meter wieder hinunter. Die Stauseen reihen sich wie blaue Perlen aneinander und machen die Landschaft zusammen mit Meer an Kakteen zu einer Augenweide. Endlich schien die Sonne, es gab Seen und Berge, so hatte ich mir meinen Urlaub vorgestellt. Der Weg zum Burnt Corral Campground direkt am Apache Stausee zog sich dann doch so lang, dass wir genau zum Sonnenuntergang am Platz ankamen. Halloween zusammen mit nur einer Hand voll anderer auf einem traumhaft gelegenen Campground im Hinterland von Phoenix. Das einzige was noch nervte, war der brutale Wind, der einem beim Marshmallow grillen die ganzen chemischen Dämpfe des Hightech Feuerholzes um die Nase blies. Aber immerhin blieben einem so die Moskitos vom Leib! Vor den Schlafen gehen gabs noch eine kurze Schrecksekunde, als man in der Ferne Donner hören konnte und Blitze den Nachthimmel erleuchteten, bis auf wenige Tröpfchen blieben wir aber von den Gewittern verschont und verbrachten eine geisterfreie Halloween Nacht.

 

Tag 16
Burnt Cottal – Roosevelt Dam – Tonto National Monument – Claypool – Superior – Florence – Casa Grande – Gila Bend – Ajo – Why – Organ Pipe National Monument

Bevor ich irgendwas über diesen Tag schreibe muss ich einfach sagen, dass ich campen absolut genial finde. Abends gemütlich am Feuer sitzen und den Flammen zusehen oder einfach nur den funkelnden Sternenhimmel beobachten, herrlich. Nacht gemütlich eingewickelt in den Schlafsack bei frischer Luft und nach einem langem Tag tief schlafen und morgens von Vogelgezwitscher aufwachen.....das dachte ich mir bevor ich Bekanntschaft mit der Fauna an Tag 16 auf dem Weg zum Tonto National Monument machen durfte. Wir fuhren vom Campground aus los über den Roosevelt Dam zur Straße, die direkt am Tonto NM vorbeiführt. Vertieft in die Straßenkarte hab ich nicht wirklich mitbekommen, wieso Michi auf einmal unbedingt umdrehen wollte weil er was auf der Straße gesehen hatte. Tja, hätte ich mal weiter auf meine Karte geschaut....denn da saß mitten auf der Straße ein haariges Etwas mit 8 Beinen, dessen Größe selbst meinen Staubsauger vor unlösbare Probleme stellen würde. Noch viel schlimmer war aber, dass es sich bewegte....ich hasse Spinnen! Bereits im Zion gab es so kleine Hinweise über Paarungszeiten der Taranteln...scheinbar hab ich die völlig verdrängt um meinen jahrelang antrainierte Beherrschung angesichts dieser possierlichen Tierchen aufrecht zu erhalten.

Das Tonto NM hat mich dann erst mal abgelenkt, da ich auf die Cliff Dwellings der Salado Indianer sehr gespannt war. Hoch oben in eine Nische in den Felsen über dem Salt River Valley haben sich die Salado Häuser gebaut, in denen bis zu 40 Familien lebten. Die Bauten sind für ihr Alter (600 – 700 Jahre) erstaunlich gut in Schuss, was vor allem dem Wüstenklima und dem National Park Service zu verdanken ist. Im Visitor Center musste ich mir dann eine eingelegte Tarantel ansehen und mich dann mit dem 20 minütigen Infofilm im zweiten Stock des VC über die Geschichte der Dwellings beruhigen. Oben befindet sich dann auch der Ausgang zu den Dwellings, die man über einen steilen Weg erreicht. Die erste Hälfte war ok, dann kam uns ein englisches Ehepaar entgegen, die ein wenig hysterisch auf den Boden zeigend und er englisch distanziert interessiert den Boden anstarrend. Bei mir klingelten sämtliche Tier-Alarm-Glocken und ich entdeckte bald wieder 8 haarige Beine die sich da auf dem Weg bewegten. Ich hab mich dann der hysterischen Schrei-Fraktion angeschlossen und bis in Sprintmanier an der Stelle vorbei. Das Vieh war riesig ich meine nicht für meine Verhältnisse riesig sondern wirklich monströs. Statt wegzurennen musste Michi natürlich mal testen, wie schnell so ein Spinnchen sein kann und war dann der Ansicht, dass die ha völlig träge sei. Oben angekommen konnte ich mich vor lauter panischem Umschauen gar nicht wirklich die Dwellings genießen. Erhalten sind übrigens nicht nur Teile der Gebäude sondern auch noch Rippen von Saguaro Kakteen, die den Indianern als Baumaterial dienten und nicht nur den riesigen Kakteen Stabilität verleihen. Nach eineigen tiefen Atemzügen und dem festen Vorsatz ganz tapfer zu sein ging es wieder Richtung Parkplatz, vorbei an Tarantel Nummer 1 (nur ein kleiner Juchzer) und dann saß nach der nächsten Kurve noch so ein blödes Ding. Die Vollbremsung würde den ADAC Trainer stolz machen und der Schrei stellt jeden Tarzanschrei in den Schatten. Den Rest des Weges bin ich nur noch gerannt und hab ich dann geweigert noch mal im Umkreis von 20km aus dem Auto zu steigen. War aber auch nicht nötig, da in den kleinen Städten entlang der Straße außer Minenanlagen nichts geboten ist.

 

Über den Highway 8 ging es vorbei an Baumwollfeldern in Richtung ?? und von dort zum Organ Pipe National Monument, das sich nur wenige Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt befindet. Die Strecke ab ?? ist öde und bis auf die lauernden Sheriffs (denen ist bestimmt auch langweilig) und die zahlreichen Boarder Patrol Fahrzeugen gibt es wenig Interessantes. Das Kaff Ajo hat viele Anbieter für die obligatorische Mexico Insurance, ohne die man mit dem amerikanischen Auto nicht über die Grenze darf (Mietwägen eh nicht) und nicht zu vergessen eine Auto Wachanlage, die wir dann am nächsten Tag zur Smudo-Wäsche angefahren haben. Der nächste Ort auf der Strecke nennt sich Why (Namen haben meistens eine Bedeutung) fuhren wir dem Sonnenuntergang entgegen und erreichten wieder einmal viel später als gedacht den Campground inmitten einer Wüstenlandschaft. Dieser Campground liegt ab vom Schuss und war trotzdem ziemlich gut besucht und mit knapp 200 Plätzen auch gigantisch groß. Wir haben uns einen netten Saguaro als „Gartenpflanze“ ausgesucht und nach einer kurzen Wetteranalyse beschlossen, im Auto zu übernachten – Wind. Vorne alles Gepäck und hinten die Matten und Schlafsäcke, zum Glück hatten wir ja ein großes Auto mit separat zu öffnender Heckklappe zur Sternenbeobachtung. In Richtung Mexiko schillern die hell beleuchteten Grenzanlagen, am Himmel die Sterne und der Mond beleuchtet die Kakteenlandschaft – genau das nenne ich Naturerlebnis.

 

Tag 17
Organ Pipe National Monument – Why – Ajo – Gila Bend – Dateland - Yuma

Nach einer ersten Müllentsorgung fuhren wir den Ajo Mountain Drive ab, der 22 mi Loop Road durch die Landschaft der Ajo Mountains zur ersten Begegnung mit einem Organ Pipe Kaktus. Auf den Fotos sehen die Kakteen allein aus wie in jedem Gartencenter in Deutschland, erst mal man einen Menschen als Vergleich dazustellt sieht man, dass diese Kakteen mal locker 5m hoch sind und im Falle der Saguaros in ihrer Lebensspanne von bis zu 200m auch mal 18m erreichen können. Der Ajo Drive führt zu einigen netten Aussichtspunkten und im hinteren Teil hat man auch die Möglichkeit ein bisschen zu wandern. Um den Bewegungsmangel der letzten Tage ein auszugleichen mussten wir natürlich gleich los, zum Bulls Pasture Trail und zurück über den Echo Canyon. Insgesamt nicht wirklich weit (bis auf Echo Canyon, der Weg wurde wohl von einem mit Tequila abgefüllten Bullen festgelegt) aber durch die doch recht netten Wege eine willkommene Abwechslung zum Autositz. Der Weg ist recht steil, die Büsche haben fiese Stacheln (bei kurzen Hosen recht unangenehm) und die Kakteen sind anhänglich! Wieso das Ding oben Bulls Pasture heißt war für mich nicht wirklich ersichtlich aber auch im Trailhead Buch war jede zweite Eintragung: „Where is the Bull? Den Weg zurück wollten wir durch den Echo Canyin gehen, sind wir auch nur war die Logik des Weges schon ein  bisschen komisch, mal rechts mal links bloß nie geradeaus. Dafür hat man direkt am Weg beeindruckende Exemplare von Saguaros und Organ Pipes, die man auch bei 64kg Freigepäck beim besten Willen nicht einpacken kann. Mit aufgekratzten Beinen und einem fetten Sonnenbrand landete ich dann wieder im Auto – Sonnenbrand, hätte mir das einer im Bryce Canyon erzählt hätt ich nur gelacht.

Insgesamt würde ich den Abstecher zum Organ Pipe nur empfehlen, wenn man genug Zeit hat und sowieso die Strecke nach San Diego fährt. Im Nachhinein werden wir die Strecke sicherlich nicht mehr fahren, da es nichts zu sehen gibt und die Fahrerei sehr eintönig ist.

Zurück zum Highway, Grenzkontrolle mitten auf dem Highway (versteckte Mexikaner) und Auto waschen in Ajo bevor wir auf der Interstate 8 weiter Richtung San Diego fuhren. Rechts und links der Straße wechseln sich dann Dattelpalmen, stinkende Cattle Farm und Baumwollplantagen ab bevor es einige Meilen vor Yuma dann nur noch RV Parks aneinandergereiht gibt. Auch hier gilt dasselbe wie in Pheonix, das Klima mag ja gut sein aber ein bisschen Platz und Privatsphäre würde ich schon gern haben. Yuma...hier fanden wir das billigste Hotel des Urlaubs (27$) mit den cleanest rooms in town. Hm, wie sehen denn dann erst die andern Zimmer aus?!? Ein schlauer Mann sagte einst „You get what you pas for.“ hier also die explizite Warnung vor dem Palms Inn Motel.

Jetzt hätte ich doch fast vergessen, dass dieser Tag der 2. November war – Wahl der amerikanischen Präsidenten oder sollte ich sagen die Wahl zwischen Pest und Cholera? Verzeiht bitte meinen Sarkasmus aber zwei Wochen Wahlwerbung machen einen ziemlich fertig. Der eine macht den andern schlecht, der wiederum schwärzt einen dritten an und allesamt haben weder ein Konzept noch einen Standpunkt. In Utah ist gottlos wer für Abtreibung ist, in Kalifornien kommt das Verbot des privaten Waffenbesitzes Gotteslästerei gleich und god bless America. Die erste Trends bestätigten allerdings die Voraussagen aller – Bush liegt vorn und Kerry macht Zahnpastawerbung.

 

Tag 18
Yuma – Imperial Sand Dunes National Recreation Area – El Centro – San Diego Mission Bay

Yuma, nicht nur das Palms Inn ist furchtbar und die chinesischen Buffets essbar, auch der Dennys an der Highwayauffahrt ist der bescheidenste Schuppen. Solltet Ihr nicht gezwungen sein in Yuma Halt zu machen lieber durchfahren!

Kurz nach der Stadt hat man vom Highway aus einen kurzen aber guten Ausblick auf das Imperial Sand Dunes National Monument, dessen schneeweiße Dünen sich wie aus dem Nichts in die Höhe erheben. Das ganze Gebiet ist vor allem bei Offroadern aber auch bei Snowboardern beliebt, allerdings kann man sich den Abstecher von der Straße auf eine der Dünen abschminken, denn man bekommt nur einen 7-Tage-Pass, der schlappe 20$ kostet! Weiter also auf dem Highway, durch leicht bergiges Gelände und dann hinunter Richtung Küste, vorbei ein einer Shopping Mall mit Casino in einem Indianerreservat nach San Diego. Nimmt man die Vororte dazu hat  die Stadt eine riesige Ausdehung, wobei der Hauptkern schon recht überschaubar ist. Das „Dana on Mission Bay“ hatten wir bereits von Deutschland aus gebucht und als wir ankamen, musste ich dreimal gucken ob das auch wirklich unser Hotel war. Swimming Pool, Whirlpool, Palmen, endlich gutes Wetter und dann auch noch ein bisschen Urlaubfeeling. An der Rezeption stellten wir dann zusätzlich fest, dass wir wieder eine Stunde gewonnen hatten – andere Zeitzone. Mit der Stunde zusätzlicher Zeit gab es an diesem Nachmittag noch einen ausgedehnten Shopping Trip mit einem Absacker in der Fashion Valley Mall bei einer großen Schüssel japanischer Nudeln (und einer neuen Hello Kitty Tasche). 

Zum Abschluss des Tages genossen wir dann um 22 Uhr noch den Whirlpool.........

 

Tag 19
San Diego – Tijuana – San Diego

Aufbrauchsteuerung und Restefrühstück damit der Müll endlich komplett aus dem Auto geräumt und entsorgt werden konnte. Für diesen Tag stand ein Abstecher nach Tijuana/Mexiko auf dem Plan. Richtung Süden, letzte Ausfahrt vor der Grenze parkten wir dann auf einem der unzähligen recht teuren Parkplätze. Ein bisschen planlos folgten wir dem Menschenstrom und standen vor einer Anlage mit 2 Drehkreuzen – die mexikanische Grenze.

Keiner will irgendwas sehen, denn wer will schon freiwillig nach Mexiko. Gleich hinter dem Grenzsstreifen beginnt Mexiko und damit eine ganz anderer Welt, wobei Tijuana mit Sicherheit keine typisch mexikanische Stadt ist. Der Weg zur Avenida de la Revolucion führt über einen Fluss, der nicht aus Wasser sondern aus Abfall besteht und entsprechend riecht.

Die Straße der Revolution bietet nichts revolutionäres – Viagra, Prozac, Sombreros, Margherita, Tequila und gewebte Decken made in India.

Am allerbesten sind die als Zebra getarnten Esel, auf denen man sich mit Sombrero fotografieren lassen kann. Um auch schwere Amis an dieser mexikanische Tradition teilhaben zu lassen stehen an jeder Ecke Esel, die eben im Notfall den Touristen untereinander aufteilen. Für mich persönlich war nach 400m auf der Avenida Schluss mit Lustig, die mexikanischen Verkäufer hab ich nur noch angeschnauzt, weil sie tierisch aufdringlich sind. Jeder türkische penetrante Teppichverkäufer ist ein zurückhaltender Japaner gegen die Jungs, die einen fast schon anspringen. Bis auf einen kleinen Sombrero als Souvenir wurde nichts gekauft bevor wir schnell wieder zur Grenze wanderten. Der Weg zurück ist ein wenig komplizierte und vor allem zeitintensiver als der Weg hinein. Vor der Grenzabfertigung bilden sich schnell lange Schlangen und sowohl Pass als auch Einkäufe werden kontrolliert, bevor man wieder ins gelobte Land laufen darf. Den Rest des Mittags und Nachmittags verbrachten wir dann mit den letzten Einkäufen (Las Americanos Outlet Center gleich neben den Grenze in San Ysidro) bevor es nach einem Stopp im Hotel zum Sonnenuntergang an den Strand ging.

Am Abend schlenderten wir noch durch die Old Town San Diego und den Bazaar del Mundo (gutes Restaurant, sonst nichts) und ich hab mir an dem Abend vorgenommen, nie wieder schwarze Bohnen zu essen. 

Tag 20
San Diego

Letzter ganzer Tag in San Diego und auch im Urlaub, schnief und wie solls auch anders sein, das Wetter wird nicht mehr richtig gut. Also genau richtig um sich den Tag über Downtown San Diego anzusehen, durch die Horton Plaza zu schlendern und noch mal im Sario Store zu versacken. Gleich in der Nähe der Horton Plaza befindet sich das historische Gaslamp Quarter wo sich heute Restaurants und kleine Läden aneinander reihen und der Stadt ein fast europäisches Gesicht geben. Bis zum Hafen ist es mit dem Auto auch nur ein Katzensprung, wobei man sich den Abstecher in jedem Fall einplanen sollte. Die alten Fischkutter legen nachmittags wieder am Kai an, im Hintergrund riesige Kriegsschiffe und die Skyline von San Diego – gegensätzlicher kann es nicht sein.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann damit, alle Einkäufe in die Koffer zu stopfen und die letzten Stunden Urlaub zu genießen. Als krönenden Abschluss gabs dann Sushi bei Kabuki Sushi, nicht auf einem langweiligen Laufband angeboten sondern auf Schiffchen zu Preisen, von denen man sogar in Japan träumt. Die mexikanischen Sushi-Chefs haben sich ein Lob verdient, einmal für die Sushi selbst und auch für ihre überzeugende japanische Schreierei.

Letztes Mal Whirlpool....unterm Sternenhimmel......

 

Tag 21
Sam Diego – Detroit - Frankfurt 

Auschecken und das um 5.30 Uhr um auch rechtzeitig das Auto abzugeben und auf dem Flughafen zu sein. Klappte alles reibungslos und die Kontrollen dauerten nicht ganz so lang wie erwartet. Vermutlich liegt das an dem neuen High Tech Scanner, der einen vermutlich bis auf die Unterwäsche auszieht und den Customs Typen den Tag versüßt. Bei der Handgepäckskontrolle haben sie meine Kosmetiktasche als höchst verdächtig eingestuft (immerhin hatte ich keinen Kosmetikkoffer) und meine Nagelschere glatt übersehen, so viel zum Thema Sicherheit.

Der Flug an sich war wieder ganz in Ordnung und die Verbindung mangels weiterer Kontrollen auch zeitlich kein Problem. Filme waren in Ordnung nur fand ich es doof, schon wieder nach Deutschland fliegen zu müssen, wo wir dann am Sonntag Morgen um 7 in Frankfurt landeten. Der Jetlag hielt sich in Grenzen, was vor allem der Tatsache zuzuschreiben ist, dass amerikanische Koffeintabletten wirken und ich gleich montags wieder voll mit Arbeit eingedeckt war.

Ende der Geschichte Amerika 2004, aber ich habe schon wieder meine neuen Pläne im Kopf, denn ich will noch auf den Half Dome, durch die Narrows, in den Grand Canyon, durch die Canyons der Hole in the Rock Road und in jedem Fall wieder nach Amerika. Wieso – weil ich die weite des Landes liebe und es so viel zu sehen du zu erleben gibt!

 

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